Sonntag, 17. Mai 2026, der Tag nach der ESC Nacht – internet24 Musikboulevard
Ich stand also im Backstageroom, Bass über der Schulter, Espresso in der Hand, und der festen Überzeugung, dass mich beim ESC nichts mehr überraschen konnte. Ich hatte Pyro‑Unfälle gesehen, Windmaschinen, die Sängerinnen fast in die Stratosphäre geschleudert hätten, und Tänzer, die aussahen, als wären sie versehentlich in eine Waschmaschine geraten.
Kurz: Routine. Dann kam sie. Die Interpretin von Bangaranga!
Und es sieht so aus, als hätte sie die letzten Jahre im Geheimlabor an der Formel für perfekten Pop gearbeitet. Ich schwöre, als der erste Bang‑a‑ran‑ga‑Bum‑Bum‑Drop kam, vibrierte mein Bass von selbst. Ich habe das Instrument danach sogar entschuldigt.
Der ESC: „Der einzige Ort, an dem Bangaranga völlig normal wirkt“
Der ESC ist ja ohnehin ein Paralleluniversum. Wo sonst sieht man:
- Vampire, die Liebesballaden singen
- Wikinger, die Synthpop machen
- Roboter, die besser tanzen als ich
Und trotzdem war Bangaranga der Moment, in dem alle dachten: „Ja. Genau: Das ist ESC.“
Als sie gewann, war ich nicht überrascht. Ich war nur beeindruckt, dass sie es geschafft hatte, mich — einen abgebrühten Musiker — wieder wie einen 12‑jährigen Fan wirken zu lassen, der heimlich für seinen Favoriten anruft.
Manchmal braucht es nur einen Song, der so viel Energie hat wie ein hyperaktives Eichhörnchen auf Espresso, um die ganze Branche daran zu erinnern, warum wir Musik machen.





