Donnerstag, 1. Oktober 2026 – internet24 Boulevard – “Nichts läuft ohne Elon Musk: Meridian US-Militärprojekt” –
Elon Musk kehrt in die Nähe der Trump-Regierung zurück – nicht als Sparchef, sondern als einer der Köpfe, die festlegen sollen, womit die USA künftige Kriege führen. Verteidigungsminister Pete Hegseth stellte ihn am 30. September 2026 in Quantico als Co-Leiter von Project Meridian vor: einer 120-Tage-Studie des Pentagon über Schlachtfelder, Waffen und Technologien der nächsten Jahrzehnte.
Für Musk ist das der erste formale Regierungsauftrag seit seinem Abgang beim Department of Government Efficiency. DOGE war lautstark, politisch umstritten und zeitlich begrenzt. Meridian ist enger gefasst: keine Behördenumbauten, sondern eine Prognose, welche Fähigkeiten Soldaten brauchen – von unterirdischen Räumen bis zum Gebiet zwischen Erde und Mond. Hegseth will dabei bewusst Außenstehende einbinden. Musk sitzt in der ersten Reihe dieser Außenstehenden.
Das ist kein Zufall. SpaceX ist längst Teil der US-Sicherheitsarchitektur: Satellitenstarts, militärische Kommunikation, Überwachung im Orbit. Genau dort, wo Meridian hinschaut – Weltraum, Autonomie, KI, Robotik – hat Musk Unternehmen, die solche Systeme bereits bauen oder vorbereiten. Die Studie soll Lücken benennen und vorschlagen, was entwickelt, getestet und eingesetzt werden muss. Wer diese Liste mitformuliert, prägt die Prioritäten des Pentagon.
An seiner Seite stehen Palmer Luckey von Anduril und der frühere Housesprecher Newt Gingrich. Die fachliche Leitung liegt bei Pentagon-Technologiechef Emil Michael. Musk bringt jedoch die größte öffentliche Strahlkraft mit – und den größten wirtschaftlichen Fußabdruck im Weltraum. Deshalb dreht sich die Debatte weniger um Gingrichs historische Expertise als um Musks Doppelrolle: Berater der Regierung und zugleich Großauftragnehmer.
Kritiker sehen darin einen Interessenkonflikt. Befürworter argumentieren, niemand sonst verbinde so direkt private Innovationsgeschwindigkeit mit staatlicher Nachfrage im All. Meridian selbst ist keine Beschaffung. Es ist ein Bericht, öffentlich plus geheimer Anhang, fällig spätestens am 28. Januar 2027. Was darin steht, kann aber darüber entscheiden, welche Technologien – und welche Firmen – die USA für die Kriege der nächsten Generation für unverzichtbar erklären.
Musk wird so vom Disruptor der Verwaltung zum Mitautor der militärischen Zukunftskarte. Ob er dabei vor allem den Vorsprung der USA denkt oder den Orbit, in dem SpaceX bereits verdient, wird der Bericht zeigen. Bis dahin ist Project Meridian vor allem eines: Elon Musks neue Bühne im Pentagon.
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