Donnerstag, 16. Juli 2026 – internet24 Boulevard –
Die sprunghafte Strategie (Das „Hin und Her“)
Trump setzt auf eine Mischung aus massiver militärischer Gewalt und dem plötzlichen Einfordern von Deals. Das zeigte sich jüngst bei der Frage der Straße von Hormus: Erst drohte er mit einer Seeblockade und forderte eine 20-prozentige Gebühr von allen Frachtschiffen, nur um diese Forderung kurz darauf wieder fallenzulassen. Diese Unberechenbarkeit soll zwar den Gegner verunsichern, irritiert jedoch zunehmend die eigenen Verbündeten und den internationalen Handel.
Das Scheitern von „Plan A und B“
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Plan A war, den Iran durch totale militärische Dominanz und Luftangriffe zur Kapitulation zu zwingen. Das hat nicht funktioniert – das Teheraner Regime reagiert entschlossener und radikalisierter denn je.
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Plan B war die im Juni vereinbarte Waffenruhe und das Memorandum of Understanding (MoU), das sich jedoch als zu vage erwies und im Juli kollabierte.
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Nun fragen sich US-Medien und Militärs, ob die US-Regierung überhaupt einen tragfähigen „Plan C“ besitzt, da Verhandlungen derzeit in einer Sackgasse stecken.
Die Fehleinschätzung des Gegners
Militärexperten warnen, dass Trump die geografischen und militärischen Gegebenheiten unterschätzen könnte. Der Iran gilt topografisch als „Festung“. In der engen Straße von Hormus büßen die USA zudem Teile ihres technologischen Vorteils ein, da der Iran von den Bergen aus Schiffe leicht mit Drohnen und Raketen beschießen kann. Anstatt einzulenken, droht der Iran nun mit einer vollständigen Blockade der Energieexporte („entweder für alle oder für niemanden“).
Innenpolitischer Druck vor den Zwischenwahlen
Im November stehen in den USA die Kongresswahlen an. Umfragen zeigen, dass der Irankrieg in der amerikanischen Bevölkerung äußerst unbeliebt ist. Ein langwieriger, teurer Konflikt ohne klaren Ausgang könnte Trump politisch schwer schaden. Deshalb versucht er einerseits, Stärke zu demonstrieren (indem er droht, Kraftwerke und Brücken auszuschalten), lobt aber im selben Atemzug Teheran im Netz für die Freilassung einer inhaftierten US-Iranerin, um die Tür für Verhandlungen scheinbar offenzuhalten.
Fazit: Ob Trump sich endgültig „verrennt“, hängt davon ab, ob seine Drohkulisse den Iran doch noch an den Verhandlungstisch zwingt. Aktuell wirkt die Strategie jedoch wie ein gefährliches Pokerspiel, bei dem das Risiko einer unkontrollierten Eskalation von Tag zu Tag steigt.
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