Donnerstag, 24. September 2026 – internet24 Boulevard –

Im Exposition Park von Los Angeles steht seit Dienstag ein Gebäude, das aussieht, als hätte jemand eine Wolke, ein Ufo und eine sehr teure Waschmaschine in einen Mixer geworfen. Offiziell heißt der Laden Lucas Museum of Narrative Art. Inoffiziell: der einzige Ort in Los Angeles, an dem Luke Skywalker endlich parken darf, ohne dass jemand „Use the Force“ schreit.

George Lucas hat dafür 17 Jahre und eine Milliarde Dollar gebraucht. Zum Vergleich: In der gleichen Zeit hätte das Imperium zwei Todessterne gebaut, beide wären von einem Farmjungen gesprengt worden, und irgendwer hätte trotzdem gesagt: „Das war der Plan.“ Lucas hat stattdessen ein Museum hingestellt. Respekt. Und ein bisschen Trotz.

Der Witz des Hauses: Star Wars ist nur ein kleiner Sidequest. Sieben Prozent der Sammlung. Der Rest ist Rockwell, Kahlo, Kirby, Höhlenmalerei und alles, was je eine Geschichte in ein Bild gepackt hat. Die Strategie ist genial fies: Fans kommen wegen des Landspeeders und bleiben hängen bei einem Norman-Rockwell-Thanksgiving, das irgendwie auch nach Tatooine schmeckt.

Was man trotzdem fotografieren wird, bis der Akku weint:

  • den echten X-34-Landspeeder, der zum ersten Mal in seinem Leben nicht davonrast
  • R2-D2 und C-3PO, die sich diesmal nicht gegenseitig die Schaltkreise verbiegen
  • Grievous’ Radgleiter, extra in echt gebaut, weil CGI im Museum irgendwie schummelt
  • und im Foyer einen knallgelben Naboo-Jäger, der so hängt, als hätte Jar Jar gerade den Parkschein verloren

Lucas hat die ersten hundert Gäste persönlich begrüßt. Mark Hamill soll in der Fahrzeug-Galerie länger geblieben sein als vorgesehen. Harrison Ford war auch da. Ob er den Landspeeder angesehen und nur „I know“ gemurmelt hat, bleibt ein Staatsgeheimnis der Rebellion.

Dienstags bleibt das Museum zu. Offizielle Begründung: Ruhetag. Inoffizielle Theorie: Die Droids müssen geladen werden, Yoda braucht seine Meditation, und irgendwer muss den Sand vom Landspeeder wischen, der gar nicht da sein dürfte.

Fazit für die Galaxie: Wer nur Lichtschwerter will, bekommt auch Kunst. Wer nur Kunst will, bekommt trotzdem einen Sternenjäger über dem Kopf. Und wer einfach nur ein Selfie vor einem Gebäude will, das jeden Moment nach Naboo zurückfliegen könnte – der ist hier sowieso richtig.

Tickets nicht mit dem Lichtschwert lösen. Die Kasse versteht nur Karte.