Weltfrauentag am Sonntag, 8. Februar 2026 – internet24 Boulevard – und wir starten mit einem Mann!
Der King of Chaos und sein Krieg
Donald Trump geniesst die Momente, in denen die Welt den Atem anhält. Er hat seine Unberechenbarkeit zum Teil seiner Persönlichkeit gemacht ….
NZZ 8.3.2026 – https://www.nzz.ch/international/king-chaos-donald-trump-liebt-die-unberechenbarkeit-und-hat-sie-zur-doktrin-erklaert-droht-er-nun-die-kontrolle-zu-verlieren-ld.1927856
The King of Chaos – und die Welt, die darunter ächzt
Es wirkt fast wie ein Déjà-vu: Die Vereinigten Staaten stehen erneut im Zentrum globaler Unruhe, und an der Spitze sitzt ein Präsident, dessen politischer Stil seit Jahren als Synonym für Unberechenbarkeit gilt. Wer die jüngsten Entwicklungen verfolgt, versteht schnell, warum die NZZ ihn als „The King of Chaos“ bezeichnet. Denn Chaos ist nicht nur ein Nebeneffekt seiner Politik — es ist ihr Markenzeichen.
Die amerikanische Außenpolitik hat sich unter seiner Führung zu einem ständigen Wechselspiel aus Drohungen, abrupten Kursänderungen und persönlichen Machtspielen entwickelt. Bündnisse, die über Jahrzehnte Stabilität garantierten, werden infrage gestellt. Internationale Abkommen, die mühsam ausgehandelt wurden, gelten plötzlich als Ballast. Und Partnerstaaten, die sich auf die USA als verlässliche Ordnungsmacht verlassen haben, stehen nun vor der Frage, ob diese Rolle überhaupt noch existiert.
Die Folgen sind global spürbar. In Europa wächst die Unsicherheit, weil die transatlantische Achse wankt. In Asien verschärfen sich geopolitische Spannungen, weil Washington mal Stärke demonstriert, mal Rückzug signalisiert. Im Nahen Osten führt die erratische amerikanische Linie zu Machtvakuum und Eskalation. Und weltweit fragen sich Staaten, ob sie sich künftig stärker selbst absichern müssen — notfalls gegeneinander.
Die NZZ argumentiert seit Jahren, dass diese Form der Politik nicht nur die USA verändert, sondern die gesamte internationale Ordnung destabilisiert. Eine Welt, die ohnehin von Krisen geprägt ist, verliert damit einen ihrer zentralen Fixpunkte. Wenn die führende Macht der westlichen Welt sich selbst zur Quelle der Unruhe macht, entsteht ein globales Klima der Unsicherheit, das autoritäre Akteure stärkt und multilaterale Lösungen erschwert.
So gesehen ist der Titel „The King of Chaos“ weniger Polemik als Diagnose. Er beschreibt einen politischen Stil, der bewusst auf Konfrontation setzt, der Institutionen herausfordert und der die Welt zwingt, sich neu zu orientieren. Das Chaos, das daraus entsteht, ist nicht zufällig — es ist systemisch. Und es wird uns noch lange beschäftigen.
Donald Trump in der Suche bei internet24 Boulevard
